NÜTZLICHE TIPPS

Naturheilverfahren

Eine homöopathische Behandlung eignet sich grundsätzlich auch bei akuten Erkrankungen.

Allerdings sollte bei akuten Krankheiten Zurückhaltung mit dem Einsatz von (homöopathischen und medizinischen) Arzneimittel geübt werden, besteht doch nach Meinung der Homöopathie die Gefahr einer Unterdrückung einer Krankheit, da die Behandlung symptomatisch erfolgt, also der ganzheitliche Betrachtungsansatz fehlt.

 

Ist der Patient bereits in homöopathischer Behandlung, dürfen keinenfalls zusätzliche homöopathische Mittel ohne Rücksprache mit dem behandelnden Homöopathen eingenommen werden, da diese den Verlauf der Heilung stören würden.

 

In den meisten Fällen von leichten Erkrankungen eignen sich nach wie vor die uralten Heilmittel. Nachstehend gebe ich Ihnen deshalb einige Tipps zur Behandlung:

 

Fieber

Fieber ist ein wichtiger Teil der körpereigenen Abwehrreaktion. Von Fieber spricht man ab einer Körpertemperatur von über

38oC, in der Regel als Folge einer Infektion mit Viren oder Bakterien.

Erst ab ca 39oC wird Fieber behandlungsbedürftig (gilt nicht bei Kontraindikationen, wie zum Beispiel Kinder mit Fieberkrämpfen oder geschwächten Patienten).

 

Behandlung/Therapie

       Bettruhe und Schonung

       viel trinken, da sonst der Flüssigkeitsverlust das Fieber in die Höhe treibt

       Kinder nicht zu warm einpacken, damit kein Wärmestau entsteht

       bei höheren Temperaturen helfen Wadenwickel oder Essigsocken (nur bei warmen Füssen)

       ansteigendes Fieber mit Schüttelfrost kann mit einer Schwitzkur behandelt werden,

      dazu heissen Lindenblütentee trinken

       Im Zweifelsfall zum Arzt

 

Husten

       bei anhaltendem, unergiebigen, aber fieberfreien Husten; = Kartoffelwickel

       bei Rasselhusten mit Fieber: = Quarkwickel

 

Ohrenschmerzen

       Zwiebelwickel auflegen

       physiologische Kochsalzlösung in Nase träufeln

 

Halsschmerzen

       gurgeln mit Salzwasser

        gurgeln mit Schwarztee+Salz+Honig

je nach Indikation heisse oder kalte Wickel

 

Wickel

Wickel als uralte Heilmethode sollten häufiger angewendet werden.  Sie sind effizient und ohne Nebenwirkungen.

Ein Wickel besteht aus drei Schichten:

       Dem Innentuch aus Leinen. Es liegt direkt auf der Haut und wird nass aufgelegt

       dem Zwischentuch aus Baumwolle (sollte etwas breiter sein als das Decktuch

       dem Decktuch aus Wolle. Es hält Kälte oder Wärme zusammen

 

Wir unterscheiden:

 

kalte Wickel

Macht man, wenn Wärme entzogen werden soll. Zum Beispiel bei einer akuten Entzündung oder Fieber.

 

Kalte Wickel werden nur auf warmem Körper angewendet. Wenn Sie dem Wasser etwas Salz oder Essig (2-3 EL pro Liter) zugeben, wird der Wickel als nicht so unangenehm empfunden .

Der feuchtnasse Wickel wird etwa 20 - 30 Minuten aufgelegt und dann erneuert.

 

warme Wickel

Macht man, wenn Wärme (Energie) zugeführt werden soll. Zum Beispiel bei Verkrampfungen, Verspannungen oder auch Kolliken.

 

Wadenwickel

2 Baumwolltücher gut in lauwarmen Wasser (mit 1-2 EL Essig ergänzt)  tränken und nicht zu stark auswringen. Die feuchten Tücher werden anschließend um die Unterschenkel gewickelt.

Die so gewickelten Beine werden zur Vermeidung einer Durchfeuchtung des Bettes auf eine saugende Unterlage gelagert. Anschließend werden die Wickel 20 bis 30 Minuten belassen und die Beine keinesfalls zugedeckt.

 

Essigsocken

Achtung! nur anwenden, wenn Patient nicht friert und warme Füsse hat

1 paar Wollsocken in lauwarmes (etwa 35oC) Wasser eintauchen, dem Sie zuvor 1-2 Esslöffel Essig zugegeben haben.  Leicht auswringen und anziehen bis zu den Waden. Trockene Socken darüber anziehen und den Patienten gut zugedeckt 10-15 Min ruhen lassen.

Gegebenenfalls nach 1 Std. wiederholen (nur 1x), wenn das Fieber nicht gesunken ist und Füsse warm sind.

 

Quarkwickel

Speisequark dick auf ein Leinentuch auftragen. Mit Frottier- und Wolltuch abdecken.

Wenn der Quark trocken ist, den Wickel erneuern. Dieser Wickel kühlt angenehm und ist deshalb bei allen Entzündungen geeignet.

 

Kartoffelwickel

Kartoffel in der Schale kochen, in ein Leinensäckchen füllen und zerdrücken.

Dieser Wickel muss zuerst etwas abgekühlt werden, da er sehr heiss ist und Verbrennungsgefahr besteht. Sobald genügend abgekühlt, auf die Brust legen. Vor dem Auskühlen wieder entfernen (Achtung, nicht auf Krampfadern legen)

 

Zwiebelwickel

       Zwiebel in Ringe schneiden und in dünnes Tuch wickeln

       über Wasserdampf (zB in einem umgedrehten Deckel über dem Kochtopf) erwärmen

       auf das schmerzende Ohr legen, so dass auch der Knochenanteil hinter dem Ohr bedeckt ist

Zwiebelwickel können am Tag bis zu drei Mal wiederholt werden und 1-2 Stunden am Ohr belassen werden.